Migräne
Bei etwa 15-20% der Patienten treten auch visuelle Störungen auf, die einen Anfall ankündigen, diese sehen eine Aura vor den Augen. Dieser zu Beginn kleine flimmernde Punkt kann nach wenigen Minuten das gesamte Gesichtsfeld einnehmen ehe er wieder verschwindet.
Bei Kindern äußern sich die Anfälle mit starker Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Nicht immer treten dabei auch Kopfschmerzen auf. Wenn doch dann empfinden Kinder den Schmerz, im Gegensatz zu Erwachsenen, oft beidseitig.
Die Dauer eines solchen Anfalls variiert stark, der zum Teil äußerst quälende Zustand kann von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen anhalten. Viele ziehen sich in dieser Zeit in ein abgedunkeltes Zimmer zurück und vermeiden alles was den Anfall und die Schmerzen noch verstärken könnte.
Die genauen Ursachen der Migräne sind trotz umfassender Forschung und vieler Studien bis heute nicht zu erklären. Oft treten innerhalb einer Familie gehäuft Fälle von Migräne auf, hier wir eine gewisse genetische Veranlagung vermutet. In der Regel sind mehr Frauen als Männer davon betroffen was einen Einfluss der Hormone auf den Ausbruch der Anfälle vermuten lässt. Häufig lösen auch bestimmte Substanzen oder Situationen (Trigger) die Schmerzattacken aus. Dies lässt sich durch Aufzeichnungen, ähnlich einem Tagebuch, über einen gewissen Zeitraum ermitteln. Sind die Auslöser bekannt können sie so weit möglich vermieden werden.
Die Pharmazie hält eine Vielzahl von effektiven Schmerzmitteln bereit, wobei diese immer von einem Arzt verschieben werden sollten. Zum Teil sind Mittel gegen Migräne auch verschreibungspflichtig, da sie nicht ohne Nebenwirkungen sind.
