Wann sind Kopfschmerzen ein Hinweis auf einen Hirntumor?

Viele Menschen, die unter wiederkehrenden Kopfschmerzen leiden, haben Angst, dass die Ursache ihrer Beschwerden ein Hirntumor sein könnte. Dabei ist dies nur bei sehr wenigen Patienten im Bereich des Wahrscheinlichen.

Wann sind Kopfschmerzen ein Hinweis auf einen Hirntumor?

Hirntumor

Kopfschmerzen – Fotolia © flevoria

Ein Hirntumor kann sehr vielfältige Symptome verursachen. Häufig sind diese unspezifisch, was bedeutet, dass diese Anzeichen auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Zu den möglichen Beschwerden, die ein Gehirntumor verursachen kann, zählen neben stärker und häufiger werdenden Kopfschmerzen vor allem auch Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, eine zunehmende Wesensveränderung (zum Beispiel Aggressivität), Gedächtnislücken, Lähmungserscheinungen und epileptische Anfälle. Die Symptome sind je nach Ort und Ausprägung typisch für den Ausfall einer ganz bestimmten Hirnregion. Tritt zum Beispiel eine Lähmung des linken Armes auf, kann dies ein darauf hindeuten, dass sich der Gehirntumor in der rechten Hirnhälfte befindet. Da der knöcherne Schädel der Ausdehnung des Tumors enge Grenzen setzt, treten entsprechende Symptome schon recht rasch auf – vor allem, wenn der Hirntumor schnell wächst und Metastasen bildet.



Kopfschmerzen infolge eines Gehirntumors sind ganz besondere Kopfschmerzen. Da das durchblutete Gewebe um den Hirntumor anschwillt und sich im Liegen mehr Blut im Gehirn befindet, steigt der Druck nachts und führt typischerweise zu nächtlichen Kopfschmerzen, die sich am Tag wieder bessern. Häufige Begleiterscheinungen sind Schwindel und Übelkeit. Durch einen Hirntumor bedingte Kopfschmerzen werden zudem innerhalb kürzester Zeit stärker. Normale Kopfschmerztabletten verlieren dabei rasch ihre Wirkung. Weiterhin kommt es sehr häufig zu epileptischen Anfällen: Etwa jeder dritte Mensch mit einem Hirntumor ist davon betroffen.

Ob sich der Verdacht auf einen Gehirntumor bestätigt oder ob es sich doch um harmlose Kopfschmerzen handelt, lässt sich letztlich erst eindeutig nach einer Magnetresonanztomografie (MRT) oder einer Computertomografie (CT) sagen. Weitere Diagnosemöglichkeiten sind eine Untersuchung des Hirnwassers, eine Messung der Hirnströme sowie eine Angiografie (Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel) der Blutgefäße des Gehirns.

Tipp: Krebs durch Handystrahlung? Handystrahlen und Hirntumore – biomed-austria

Wann sind Kopfschmerzen ein Hinweis auf einen Hirntumor?
3.3 (66.67%) 36 votes

3 Gedanken zu “Wann sind Kopfschmerzen ein Hinweis auf einen Hirntumor?

  1. Ich bin 18 und habe seit 3 monaten jeden tag kopfschmerzen mal mehr mal weniger jetzt habe ich rein aus neugier mal gegooglet und habe jetzt ein wenig angst

    • Die Angst ist aber unbegründet, es ist sowieso nicht das klügste sich von Google verunsichern zu lassen. Laut dem Internet habe ich schon alle Krankheiten/Phobien und weiß nicht was alles. Damit bin ich der kränklichste gesündeste Mensch den es gibt, ist das nicht ein Rekord? 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.