Kopfschmerzen und Müdigkeit – Kohlenmonoxid kann schuld sein

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas. Wird es aus einer bestimmten Quelle freigesetzt, nimmt es der Mensch über die Atmung auf. Da CO-Moleküle 250-mal leichter als Sauerstoff sind, gehen die roten Blutkörperchen mit ihnen schneller eine Verbindung ein. Die Folge: Die Sauerstoffaufnahme wird drastisch gedrosselt. Es wird weniger Sauerstoff im Körper zu den Organen transportiert – mit schwerwiegenden, bisweilen auch lebensbedrohlichen Konsequenzen.

Die ersten Warnzeichen einer CO-Vergiftung sind Müdigkeit und Kopfschmerzen. Später verlieren die Betroffenen dann das Bewusstsein. Besonders tückisch sind Gas-Unglücke in der Nacht, da die Opfer zu diesem Zeitpunkt schlafen und nicht mitbekommen, was passiert. Oftmals enden solche Unglücke tödlich.

[adsenseyu1]Im Falle einer CO-Vergiftung müssen die Patienten umgehend in so genannte Druckkammern gebracht werden. In einer solchen Kammer herrscht ein erhöhter Umgebungsdruck – ähnlich wie in 20 Metern Wassertiefe. Den Patienten werden über eine Maske oder einen Schlauch 100 Prozent Sauerstoff zugeführt. In der Druckkammer atmet man so insgesamt die bis zu 18-fache Menge an Sauerstoff ein. Der Effekt: Das CO wird aus dem Körper gewaschen, die Organe werden wieder besser durchblutet und nehmen ihre normalen Funktionen wieder auf.

Kommen die Patienten nicht rechtzeitig in die Druckkammer, kann es zu irreversiblen Schäden von Herz, Nervensystem und Gehirn kommen. Die Spätfolgen sind unter anderem Parkinson sowie Verlust des Kurzzeitgedächtnis und der Kontrolle über das Sprachzentrum im Gehirn.

Zu Gasunfällen kommt es vermehrt in der kalten Jahreszeit. Deshalb ist es wichtig, Gasthermen regelmäßig warten und den Schornsteinabzug kontrollieren zu lassen. CO kann auch in geringen Mengen austreten und zu gesundheitlichen Beschwerden wie beispielsweise Kopfschmerzen und Erschöpfung führen, ohne dass es sofort lebensgefährlich wird.

Kopfschmerzen und Müdigkeit – Kohlenmonoxid kann schuld sein
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