Passivrauchen: „Katergefahr“ für Nichtraucher

Trotz Rauchverbots an zahlreichen öffentlichen Orten sind Nichtraucher noch immer ab und an dem blauen Dunst ausgesetzt, den Raucher produzieren. Abgesehen von der Gefahr langfristigen Passivrauchens – beispielsweise, wenn der Partner in der Wohnung raucht – birgt Passivrauchen auch die Gefahr kurzfristiger unangenehmer Nebenwirkungen.

NichtraucherViele Nichtraucher kennen das Phänomen nach einer Partynacht: Auch wenn sie gar nicht viel Alkohol getrunken haben, erwachen sie am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen und Halskratzen, fast so, als hätten sie einen Kater. Dies liegt an der schlechten Luft, die in Räumen, in denen geraucht wird, entsteht. Einige Menschen glauben, da sich Zigarettenrauch in der Luft verteilt, nimmt ein Passivraucher nur wenige schädliche Inhaltsstoffe auf. Doch das Gegenteil ist der Fall: Zum Teil sind die giftigen Stoffe im Nebenstromrauch (Rauch, der nicht inhaliert wird und in die Luft steigt) in höherer Konzentration vorhanden als im Hauptstrom, den der Raucher einatmet.

Insgesamt enthalten Zigaretten über 4800 Inhaltsstoffe, von denen etwa 250 als giftig oder krebserregend gelten. Beispiele dafür sind unter anderem Benzol, Nikotin, Kohlenmonoxid, Ammoniak oder Blausäure. Die im Rauch enthaltenen krebserregenden Stoffe können bereits in geringen Mengen gefährlich werden. Schon nach kurzer Zeit des Passivrauchens können sich Kopfschmerzen, Schwindel und Augenbrennen einstellen. Besonders sensibel reagieren Asthma-, Allergie– und Herzpatienten. Auch Atemwegs- und Schleimhautreizungen können sich durch Passivrauchen einstellen. Aus diesem Grund sollte man Räume, in denen geraucht wird, möglichst meiden.

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2 Gedanken zu “Passivrauchen: „Katergefahr“ für Nichtraucher

  1. Raucher und Nichtrauchende Menschen mit Migräne in einem Mietshaus zusammen, wird echt schwierig. Besonders wenn die Raucher unter den Migräne-Patienten wohnen. Manche von den Rauchern rauchen dann noch absichtlich viel, damit die Nichtrauchenden Menschen mit Migräne auch noch was ab bekommen. Wird meiner Ansicht nach richtig fies und, dass die Raucher sich für die Qualen der Nichtrauchenden Migräniker interessieren, wohl sehr unwahrscheinlich.

  2. Habe ich auch schon ähnlich erlebt. Bin Haushaltshilfe und muss in einer Raucherwohnung putzen (2 Std./Woche) Dann war mir im Kopf so komisch, bin auch Migränepatient. Ich sprach sie darauf an, dass ihr hoher Zigarettenkonsum meine Gesundheit beeinträchtigt. Solange es ihr selbst nichts ausmacht und sie damit keine Probleme hat, sei das egal! Tenor: Hauptsache mir geht`s gut, so was wie Rücksicht auf andere kennt sie nicht.

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