Schlafstörungen und Kopfschmerzen

Schlafstörungen und dann auch noch immer diese Kopfschmerzen? Jeder, der schon einmal eine Nacht schlecht oder kaum geschlafen hat, kennt das Problem: Am nächsten Tag ist man nicht nur hundemüde und schlapp, sondern hat häufig auch noch dazu Kopfschmerzen, als hätte man am Vorabend einen über den Durst getrunken. Oftmals gibt sich das Problem im Tagesverlauf, wenn die Betroffenen viel Flüssigkeit zu sich nehmen, sich bewegen und so der Kreislauf in Schwung kommt.

Schlafstörungen und Kopfschmerzen

Schlafstörungen und auch noch Kopfschmerzen

Schlafstörungen und auch noch Kopfschmerzen – Fotolia © 43638366

Auch bestimmte Schlafstörungen wie das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), bei dem es zu Atemstillständen während des Schlafs kommt, können Kopfschmerzen auslösen. 36 bis 58 Prozent der OSAS-Patienten leiden unter Kopfschmerzen. Dies erklärt sich durch den aufgrund der Atemstillstände ansteigenden Kohlendioxidgehalt des Blutes. Eine Therapie mit Druckluftbeatmung über eine spezielle Atemmaske kann bei den meisten Patienten die Atemstillstände verhindern und dabei automatisch die Schlafqualität verbessern. In rund 90 Prozent aller Fälle verschwinden dadurch auch die Kopfschmerzen.



Bei Patient*innen mit Migräne können die Kopfschmerzattacken die Schlafqualität beeinträchtigen. Zugleich kann Schlafmangel – übrigens genau wie zu viel oder unregelmäßiger Schlaf – eine Migräneattacke auslösen. Migränepatienten leiden außerdem häufiger als andere unter Schlafstörungen wie Schlafwandeln, dem Nachtschreck (wenn der Betroffene aus dem Tiefschlaf plötzlich aufschreckt) sowie Einnässen (Enuresis). Davon sind insbesondere jüngere Migränepatienten verstärkt betroffen. Bei einigen von ihnen wiederum wirkt sich der Schlaf allerdings auch positiv aus und kann eine Attacke beenden.

Auch bei Clusterkopfschmerzen besteht ein klarer Zusammenhang mit dem Schlaf. 60 Prozent der Anfälle treten laut Expertenaussage während der Nacht auf, acht Prozent der Patienten leiden sogar ausschließlich nachts unter den Beschwerden. Häufig triggert eine REM-Phase die Attacke.

Verbessern Sie Ihre Schlafqualität

Setzten Sie zunächst beim Thema „bessere Schlafqualität“ an! Ein gesunder Schlaf lässt uns auf allen Ebenen erholen und regenerieren. Wenn wir tief und ausreichend lange schlafen, sammeln wir neue Kraft, körperlich wie seelisch. Nachfolgend die wichtigsten Punkte für eine bessere Schlafqualität:

  • geregelte Schlafzeiten: Achten Sie darauf immer zur selben Zeit schlafen zu gehen, Ihr Körpersystem stellt sich darauf ein und verlässt sich darauf. Ideal wäre zwischen 22:00 und 23:00 Uhr. 
  • Smartphones stören Ihren Biorhythmus! Verzichten Sie daher auf Ihre Smartphone und schalten Sie es am besten aus! Verwenden Sie einen analogen Wecker anstatt die Weckoption Ihres Handys, dann kommen Sie auch nicht so leicht in Versuchung auf Ihr Smartphone zu gucken.
  • Fernsehgerät, weg damit! Hat im Schlafzimmer nichts verloren und ist ebenso ein Schlafkiller! Verbannen Sie Ihren Fernseher auf diesem Raum, der ausschließlich Ihrer Erholung dienen sollte
  • Ruhephase – rituelle Einstimmung auf den Schlaf – Kommen Sie zur Ruhe – Bevor Sie das Licht ausschalten, legen Sie sich aufs Bett, machen Sie es sich bequem, lassen Sie den Tag noch einmal Revue passieren oder lesen Sie ein Buch.
  • Elektrosmog eindämmen – Radiowecker und Nachttischlampe direkt in der Nähe vom Kopf sind manchmal wahre Schlafräuber. Leider wird oft vergessen. Halten Sie Abstand zu strahlenden Geräten!



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