Entspannung für den Kopf – auf der passenden Matratze

Das Wohlbefinden des Kopfes und der Schlafzustand eines Menschen sind nahezu untrennbar miteinander verbunden und zwar in einem vergleichsweise umfangreichen Geflecht. Zum einen können Kopfschmerzen durch Schlafmangel entstehen, zum anderen können Kopfschmerzattacken auch Schlafstörungen bedingen. Oder anders ausgedrückt: Manchmal kommen beide Handicaps buchstäblich Hand in Hand und sorgen für Beschwerden hoch zwei. Um eine bestmögliche Grundlage für einen gesunden Schlaf zu legen, helfen diese Tipps zur Matratzenwahl.

Matratze nach dem Schlafverhalten auswählen

Wer vor dem Kauf einer neuen Matratze zunächst das eigene Schlafverhalten analysiert, hat einen großen Vorteil, denn: Je nachdem, ob lieber auf dem Rücken, der Seite oder auf dem Bauch geschlafen wird, empfehlen sich unterschiedliche Matratzen – vor allem mit Blick auf die Füllung, die lageunterstützenden Zonen und den Aufbau im Inneren.

Erste hilfreiche Auswahltipps hält diese Unterteilung vor:

Abbildung 1: Der Seitenschläfer tut seinem Körper viel Gutes, könnte aber ab und an über eingeschlafene Arme klagen.

Seitenschläfer haben sich im Grunde eine sehr gesunde Schlafposition ausgewählt, denn der Rücken wird entlastet und ein freies Durchatmen ist ebenfalls möglich. Bandscheiben, Bänder und Muskeln werden entspannt. Sogar die menschlichen Organe werden auf der Seite liegend kaum belastet. Allerdings birgt die Seitenlage auch Gefahren, denn die Belastung auf die Wirbelsäule ist groß. Das Risiko eines verspannten Rückens oder Nackens ist groß. Zudem klagen vor allem Seitenschläfer häufig über eingeschlafene Arme.

Matratzentipp: Flexibel und elastisch sollte die Matratze eines Seitenschläfers sein. Darin können Becken und Schulter bequem einsinken. Das entlastet die Wirbelsäule, die ihre natürliche Krümmung beibehalten kann. Eine Matratze mit gleichmäßiger Druckverteilung ist die beste Wahl (Stichwort: Punktelastizität). Mit dieser Ausstattung warten vor allem Gelschaummatratzen, Viscomatratzen oder Kaltschaummatratzen (idealerweise in Bio-Qualität) auf.

Rückenschläfer schlafen nicht weniger gesund als Seitenschläfer, allerdings schlafen sie meist lauter, denn die Rückenlage begünstigt lautes Schnarchen. Gesund ist die Rückenlage vor allem deswegen, weil das Körpergewicht sich gleichmäßig auf der Matratze verteilt. Wirbelsäule, Nacken und Kopf liegen leicht erhöht – das wirkt sich positiv auf den Rückfluss der Magensäure aus. Da die Bänder und Muskeln beim Schlafen auf dem Rücken nicht gut gelockert werden, mangelt es Rückenschläfern oft an Entspannung.

Matratzentipp: Punktelastisch sollte auch die Matratze eines Rückenschläfers sein. Auch hierfür eignen sich Schaummatratzen, auf denen bereits der Seitenschläfer sich zur Nachtruhe betten kann. Neben Viscoschaum-, Gelschaum- und Kaltschaummatratzen werden auch spezielle Liegezonenmatratzen zunehmend häufiger Rückenschläfern empfohlen. Sie sorgen für eine ergonomisch perfekt geformte Schlafstellung.

Abbildung 2: Die Bauchlage ist die ungesündeste Schlafposition, die es gibt. Deswegen muss eine ausgleichende Matratze her.

Bauchschläfer muten ihrem Körper so einiges zu, weshalb es gerade für sie besonders wichtig ist, ihrem Körper im Schlaf auf einer besonderen Matratze zu betten. Natürlich und gesund ist an der Bauchlage rein gar nichts, stattdessen wird überall ungesund auf den Körper eingewirkt. Die Halswirbelsäule wird verdreht, um den Kopf zur Seite zu bewegen und durchatmen zu können. Die Folge sind Schmerzen, die das Kreuzbein, den Rücken, den Nacken, den Kopf und sogar das Kiefer erreichen. Auch die inneren Organe sind in Bauchlage einem enormen Druck ausgesetzt. Auch die Sauerstoffzufuhr ins Gewebe ist suboptimal. Häufiges Aufwachen und ein grundsätzlich leichterer Schlaf sind die Folgen, mit denen Bauchschläfer zu kämpfen haben.

Matratzentipp: Bauchschläfer müssen bei der Matratzenwahl auf eine Schlafunterlage achten, die dem Körper eine möglichst gesunde Haltung wieder ein Stückchen näher bringt. Matratzen, die fest und punktelastisch sind, und über eine hohe Rückstellkraft verfügen, sind gut geeignet. Für diesen Ansatz eignet sich nur eine Schaummatratze: die Kaltschaummatratze. Auch die Tonnentaschenfederkernmatratze und die Taschenfederkernmatratze sind gut geeignet.

Aktivschläfer sind wahrlich schwer zu beraten, denn sie machen ihrem Namen alle Ehre und bewegen sich nachts häufig. Bei zehn Prozent der Bevölkerung handelt es sich um sogenannte Aktivschläfer, die sich bis zu 50 Mal in einer Nacht umherwälzen können. Aktivschläfer schaden ihren Bändern und Muskeln, da diese durch das Umherwälzen kaum zur Ruhe kommen.

Matratzentipp: Aktivschläfer können nur eine gute Schlafunterlage wählen, die besonders flexibel ist und sich schnell der neuen Schlafposition anpasst. Punktelastizität ist ein wichtiger Faktor ebenso wie die Zonierung, die ergonomisch gehalten ist und vor allem für Entlastung der Rücken- und Schulterpartie sorgt. Auch für Aktivschläfer kann die Kaltschaummatratze die richtige Wahl sein. Darüber hinaus sorgen die Taschenfederkernmatratze und die Tonnentaschenfederkernmatratze für erholsame Nächte.

Diese Tipps sorgen für geruhsame Nächte – ohne Kopfschmerzen

Sich mit Kopfschmerzen ins Bett zu begeben und sich dort von einer Seite auf die andere zu wälzen, ist meist wenig zielführend. Sinnvoller ist es da, einige natürliche Tricks anzuwenden, die den Kopfschmerz vor dem Schlafengehen lindern sollen:

  • Als beliebtes Mittel der Entspannung können Yoga- und Stretching-Übungen ausgeführt werden. Eine Massage kann ebenso wohltuend und entspannend wirken.
  • Bei pulsierenden Kopfschmerzen hilft ein Eisbeutel auf dem Kopf, denn pulsierende Kopfschmerzen werden durch eine Erweiterung der Gefäße bedingt.
  • Um eine Dehydration zu unterbinden, sollte der Flüssigkeitskonsum über den Tag verteilt bei mindestens zwei Litern liegen.
  • Um pochende Kopfschmerzen zu begrenzen, kann eine feste Binde um den Kopf wahre Wunder wirken.
  • Viele Betroffene schwören auf eine Aromatherapie mit dem Duft von Minze, Zitrone, Lavendel und Orange.
  • Wer unter Sinusitis-Kopfschmerzen, Zervikal-Schmerzen und einem Druckgefühl leidet, der ist mit einer heißen Dusche gut beraten.

 

Abbildung 1: pixabay.com © C_Scott (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © Wokandapix (CC0 Public Domain)

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