Mit angepasster Ernährung Migräne vorbeugen

Migräneattacken können sehr unangenehm sein und kehren in der Regel immer wieder. Zu den Auslösern der Anfälle zählen unter anderem diverse Nahrungsmittel wie Käse, Schokolade, bestimmte Zitrusfrüchte sowie bisweilen auch Tomaten und Zwiebeln. Dabei vermuten Mediziner, dass bestimmte chemische Substanzen, die in diesen Nahrungsmitteln vorkommen, die Beschwerden herbeiführen – wie beispielsweise das in Käse enthaltene Tyramin oder das Phenylatylamin in Schokolade. Auch Alkoholgenuss, insbesondere der Konsum von Rotwein, kann fatal für Migränepatienten sein.

Obwohl eine besondere Migränediät eher wenig Sinn macht, kann es sich für Betroffene dennoch lohnen, sich bewusst zu ernähren. Zum einen haben Mediziner herausgefunden, dass ein niedriger Blutzuckerspiegel Migräneanfälle auslösen kann. Daher sollten die Patienten darauf achten, dass der Blutzuckergehalt keinen größeren Schwankungen unterliegt.

[adsenseyu1]Darüber hinaus kann sich eine eher kohlenhydratreiche Ernährung positiv auf die Schmerzempfindlichkeit auswirken. Wenn Serotonin, das die elektrischen Impulse im Gehirn weiterleitet, in zu geringer Menge vorhanden ist, sinkt die Schmerzschwelle. Ein höherer Serotoningehalt im Gehirn kann hingegen die Entstehung von Kopfschmerz unterbinden.

Bei der Bildung von Serotonin spielt Tryptophan eine wichtige Rolle. Die essentielle Aminosäure Tryptophan ist eine Serotonin-Vorstufe. Essentiell bedeutet dabei, dass der Körper sie nicht selbst produzieren kann und sie daher über die Nahrung aufgenommen werden muss. In den Nervenzellen wird aus Tryptophan zunächst Tryptamin und anschließend L-Tryptophan gebildet. Durch die Anlagerung von Wasserstoff und den Abbau von Kohlenstoff entsteht zuletzt 5-Hydroxytryptamin-Serotonin.

Tryptophan ist in hoher Konzentration in vielen Nuss-Sorten, Sonnenblumenkernen, Weizenkleie, Amaranth, Datteln, Gartenbohnen, Steinpilzen sowie Sesam enthalten. Unter Umständen kann auch die gezielte Einnahme von L-Tryptophan die Migräne positiv beeinflussen. Ärzte empfehlen dabei eine Dosis von 400 bis 600 mg täglich. L-Tryptophan ist als Nahrungsergänzungsmittel rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

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