Wer rastet, der rostet: Ausdauersport kann Migräneattacken vorbeugen

Ausdauersport ist als Präventivmaßnahme gut geeignet, stellen Mediziner immer wieder fest. Ein regelmäßiges Training kann sowohl die Intensität als auch die Häufigkeit der quälenden Schmerzattacken reduzieren. Auch wenn körperliche Aktivität zumeist das Letzte ist, an was Patienten bei einem akuten Migräneanfall denken: Sport kann helfen, der chronischen Kopfschmerzerkrankung vorzubeugen. 

Ausdauersport kann Migräneattacken vorbeugen

Ausdauersport kann Migräneattacken vorbeugen

Ausdauersport gegen Migräne – Fotolia © Focus Pocus LTD

Allerdings müssen Betroffene einige Aspekte beachten. So sollten sie auch beim Sport alle potenziellen Trigger (Auslöser) wie zum Beispiel helles Sonnenlicht meiden. Wer also im Freien sportelt, benötigt vor allem an sonnigen Tagen eine Brille mit UV-Schutz. Außerdem ist es für Migräne wichtig, sich nicht vollkommen zu verausgaben. Sinnvoll sei eine körperliche Aktivität im Bereich von 60 bis 80 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit, raten Mediziner. So erreiche man den besten Effekt. Überanstrengung und falscher Ehrgeiz sollten beim Training unbedingt vermieden werden. Empfehlenswerte Ausdauersportarten sind Joggen, Walking, Radfahren, Wandern oder Schwimmen.

Migränepatienten, die sich zwei- bis dreimal wöchentlich für jeweils etwa 20 bis 60 Minuten aktiv bewegen, verbessern ihre Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Körpers. Zudem werden Botenstoffe ausgeschüttet, die in der Lage sind, den Schmerz zu verhindern. Davon abgesehen macht Sport gute Laune, sorgt für einen freien Kopf und hilft, Stress abzubauen. Regelmäßige  leichte Bewegung hat daher bei den meisten Migränepatienten langfristig betrachtet eine bessere schmerzlindernde Wirkung als allzu viel Ruhe. Während eines Migräneanfalls müssen Betroffene jedoch damit rechnen, dass Bewegung den Schmerz eher noch verstärkt.

Neben Ausdauersport, Entspannungstechniken und dem Vermeiden der migräneauslösenden Trigger verordnen Ärzte Medikamente – sowohl vorbeugend als auch zur akuten Therapie der Anfälle. Auch verhaltenspsychologische Maßnahmen, feste Rituale im Tagesablauf und allgemeine Stressminimierung sind wesentliche Elemente der erfolgreichen Behandlung von Migräne.

Tipps, die Sie unterstützen in Bewegung zu kommen

Wählen Sie stets eine Aktivität, die ihnen wirklich Spaß macht und die auch zu Ihnen passt!




Achtung: Aufwärmen und beenden immer mit Entspannen und Abkühlen.

  • Informieren Sie Ihren Betreuer, Ihren Personal Trainer dass Sie an Migräne leiden
  • Unterbrechen Sie die Übung sofort, wenn Sie merken, dass ein Migräneanfall bevorsteht
  • Bewegen Sie sich in Gemeinschaft, mit Freunden/Bekannten – das motiviert
  • Bewegen Sie sich in der Woche an möglichst viele Tagen (auch wenn es nur ein Spaziergang ist)
  • Probieren Sie verschiedene Aktivitäten aus bis Sie eine gefunden haben die Ihnen Spaß macht
Wer rastet, der rostet: Ausdauersport kann Migräneattacken vorbeugen
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