Wochenend-Migräne bei Männern

Ausschlafen, entspannen oder gemeinsame Unternehmungen mit der Familie oder Freunden planen: Wochenende kann so schön sein! Doch für viele Männer werden die freien 48 Stunden zur Tortur: Sie leiden unter Wochenend-Migräne.

Rund ein Drittel aller Migräne-Patienten ist männlich. Als Ursache werden hormonelle Faktoren vermutet, die genetisch festgelegt sind. Allerdings verläuft die Migräne bei den Herren der Schöpfung etwas anders als bei den weiblichen Patienten. Unter der Woche tritt bei ihnen die Migräne eher selten auf, da sie dann „unter Strom stehen“. Samstags und sonntags ist der Stress dann allerdings weg – und die Migräne da. Auch die Tatsache, dass Männer in der Regel einen unregelmäßigeren Lebensrhythmus als Frauen haben, spielt in einigen Fällen eine Rolle.

[adsenseyu1]Die „männliche Migräne“ kündigt sich oftmals durch Unwohlsein, Heißhunger oder Gereiztheit an. Ein Teil der Patienten weist vor Einsetzen der Kopfschmerzen zudem neurologische Symptome wie Sehstörungen mit Flimmern auf.

Im Unterschied zu ihren Leidensgenossinnen verzichtet ein Großteil des starken Geschlechts allerdings auf ärztliche Hilfe und therapiert sich lieber selbst. In der Kopfschmerzambulanz lassen sich Männer jedenfalls nur selten blicken. Eine Selbstbehandlung kann allerdings manchmal auch gefährlich sein. Wer ständig Schmerzmittel einnimmt, kann damit chronische Kopfschmerzen auslösen. Das bedeutet, dass die Medikamente aufgrund des gewohnheitsmäßigen Gebrauchs nicht mehr wirken. Das Einzige, was dann noch hilft, ist ein Entzug.

Mediziner raten männlichen Migränepatienten, ihren Stolz hinunterzuschlucken und sich ärztliche Hilfe zu holen. Gerade bei häufig wiederkehrenden Beschwerden ist eine exakte Diagnose unverzichtbar. Darüber hinaus sind viele hochwirksame Medikamente nicht ohne Rezept in Apotheken erhältlich.

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