Akupunktur als sinnvolle Behandlungsalternative bei Migräne

Akupunktur als sinnvolle Behandlungsalternative bei Migräne? 20 bis 30 Prozent der Gesamtbevölkerung leidet im Laufe ihres Lebens unter Spannungskopfschmerzen, die mehrmals wöchentlich auftreten. Etwa sechs bis acht Prozent aller Männer und zwölf bis 14 Prozent aller Frauen haben zudem Migräne. Das spiegeln auch die Zahlen der Pharmaindustrie wider: Von den jährlich rund 3,7 Milliarden Schmerzmitteldosen werden bis zu 80 Prozent gegen Kopfschmerzen eingenommen. Nicht wenige Patienten haben sich so daran gewöhnt, Kopfschmerzen mit Schmerzmitteln zu behandeln, dass sie bereits einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz entwickelt haben.


Mit Akupunktur gegen Migräne

Akupunktur als sinnvolle Behandlungsalternative bei Migräne

Migräne-Patienten, die einer alternativen Heilmethode eine Chance geben möchten, sollten einen Versuch mit Akupunktur wagen. In Studien hat die Behandlung mit den Nadeln vergleichbare Ergebnisse wie eine medikamentöse Therapie gezeigt. Bei den gerac-Kopfschmerz-Studien (German Acupuncture Trials), an denen 1.369 Patienten mit chronischem Spannungskopfschmerz oder Migräne teilnahmen, wurden die Probanden zunächst nach dem Zufallsprinzip einer von drei Gruppen zugeordnet: Die einen wurden nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) akupunktiert (Verum-Akupunktur), die zweite Gruppe erhielt eine Schein-Akupunktur (Sham-Akupunktur an Punkten, die keine Akupunktur-Punkte sind). Die dritte Gruppe hingegen nahm Medikamente ein. Nach der Auswertung stellte sich heraus,  dass Akupunktur-Patienten im Durchschnitt sogar zufriedener mit der Therapie waren als die Kontrollgruppen.
Ebenfalls interessant: Etwa 100 Migräne-Patienten der Gruppe, die Medikamente erhielt, brachen die Studienteilnahme vorzeitig ab. Sie waren nicht bereit, über sechs Monate hinweg Medikamente wie Betablocker zur Vorbeugung von Migräne-Attacken zu schlucken. Auch die Teilnehmer der Spannungskopfschmerzstudie zeigten sich „medikamentenmüde“: Sie bekamen Antidepressiva, die sie nicht über den gesamten Studienzeitraum einnehmen wollten. Dennoch: Akupunktur hilft nicht jedem. Wer nach einem Behandlungszyklus keine Besserung verspürt, sollte damit aufhören.

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