„Hirnfrost“ – wenn die Kälte Kopfschmerzen macht

Bei eisigen Minusgraden schlägt er besonders gerne zu: der Kältekopfschmerz. Kältekopfschmerzen entstehen unter anderem dann, wenn man aus einem warmen Zimmer ins Freie geht. Ein weiterer Auslöser kann der Genuss von eisgekühlten Speisen oder Getränken sein. In England wird das Phänomen daher auch gerne „icecream-headache“ (Eiscreme-Kopfschmerz) genannt.

Der Kältekopfschmerz ist ein intensiver Schmerz, der blitzartig in die Stirn schießt. Viele Betroffene berichten, es fühle sich an, als ob das Gehirn regelrecht einfriere. Schätzungen zufolge hat bereits rund ein Drittel aller Menschen die unangenehme Erfahrung mit Kältekopfschmerzen gemacht. Migränepatienten sowie schmerzempfindliche Menschen sind dabei besonders häufig betroffen.

[adsenseyu1]Doch was genau verursacht eigentlich den Kältekopfschmerz? Neurologen können sich bis heute noch nicht so recht erklären, wie Kältekopfschmerzen genau entstehen. Es wird gemutmaßt, dass sich – beispielsweise infolge einer plötzlichen Abkühlung des Mundraumes – die Blutgefäße weiten. In der Wand jedes Blutgefäßes verlaufen Nervenfasern, die diese Weitstellung registrieren und falsch interpretieren. Entsprechend werden fehlerhafte Signale an das Gehirn gesendet. Dort wird dann ein starker, dumpfer und meist beidseitiger Kopfschmerz ausgelöst, der zwischen einigen Minuten und mehreren Stunden anhalten kann. Trifft diese Theorie zu, könnte man bei Kältekopfschmerz von einer Art neuronalem Irrtum sprechen.

Die gute Nachricht: Es gilt inzwischen als  gesichert, dass Kältekopfschmerzen nicht gefährlich sind. Bei Bedarf können die Patienten auf Schmerzmittel mit klassischen Wirkstoffen wie ASS oder Ibuprofen zurückgreifen. Diese können eine Linderung der Schmerzen bewirken, jedoch verschwinden die Beschwerden in der Regel nicht ganz. Wer sehr oft unter heftigen Kältekopfschmerzen leidet, kann dem unter Umständen mit dem Wirkstoff Indometacin vorbeugen. Darüber hinaus empfehlen Mediziner, Kälte schlichtweg zu meiden. Betroffene sollten um Speiseeis oder Getränke mit Eiswürfel einen weiten Boden machen und zudem den Kopf im Winter durch das Tragen von Mützen und Schals schützen.

„Hirnfrost“ – wenn die Kälte Kopfschmerzen macht
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