Kopfschmerzen bei HWS-Syndrom: zweiphasiger Behandlungsansatz

Unter dem HWS-Syndrom fassen Mediziner eine Vielzahl von Beschwerden zusammen, die von der Halswirbelsäule ausgehen. Die Diagnose besitzt daher nur wenig Aussagekraft. Die Gründe für das HWS-Syndrom sind im Allgemeinen sehr vielfältig: allgemeine Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule, Spinalkanalstenose (Verengung des Spinalkanals), Bandscheibenvorfälle, Blockierungen, Schleudertrauma, Muskelverspannungen oder Schmerzstörungen.

[adsenseyu2]Eine Hauptursache ist mit Sicherheit, dass Menschen heute immer mehr Zeit im Sitzen verbringen und sich zu wenig bewegen. Ein häufiges Symptom sind dabei allgemeine Nackenverspannungen, die vor allem bei langer Bildschirmarbeit zutage treten. Nicht selten strahlen die Beschwerden jedoch auch in den Arm oder den Hinterkopf aus und können so zum so genannten Schulter-Arm-Syndrom, zu hartnäckigen Kopfschmerzen sowie Migräne führen.

Nach Erstellung einer differenzierten Diagnose, zu der auch Röntgen und MRT gehören sollten, fokussieren die Ätze zweierlei: Die Linderung des Schmerzzustands und anschließend den Aufbau der Muskulatur, um die Halswirbelsäule dauerhaft zu entlasten.

Zur Schmerztherapie können in Akutphase Medikamente eingesetzt werden. Darüber hinaus ist Physiotherapie (zum Beispiel manuelle Therapie) sehr wirkungsvoll. Häufig liegt die Ursache der Beschwerden in einer Erhöhung des Druckes auf die Bandscheiben, vor allem der unteren Halswirbel. Dadurch kann es auch zu einer Bedrängung der paarig zwischen zwei Wirbeln abgehenden Nervenwurzeln im Zwischenwirbelloch kommen. Gezielte Physiotherapie kann diese Bereiche lockern und entlasten.

Mit dem systematischen Muskelaufbau wird begonnen, sobald die akuten Schmerzen etwas abgeklungen sind. Durch ein entsprechendes Training können die geschwächten Muskelgruppen gestärkt und so ein erneutes Auftreten der Beschwerden verhindert oder aber zumindest die Schmerzintensität deutlich verringert werden. Eine gestärkte Muskulatur ermüdet weniger schnell, ist seltener überlastet und bietet der Halswirbelsäule mit ihren Bandscheiben und Wirbelgelenken nachhaltig Schutz.

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