Kopfschmerzen behandeln nach Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen war Benediktinerin, Wissenschaftlerin und Mystikerin. Sie beschäftigte sich zudem intensiv mit Heilpflanzen, Edelsteinen und Nahrungsmitteln und setzte diese zur Heilung von Krankheiten ein. Diese Erkenntnisse brachte sie in mehreren Werken zu Papier. Bis heute werden ihre Ratschläge in der Naturheilkunde angewendet – so auch bei Kopfschmerzen.

In der Hildegard-Heilkunde wird die Entstehung von Krankheit mit einer Disharmonie der natürlichen Körpersäfte durch Vermehrung von Krankheitssäften erklärt. Für Kopfschmerzen hatte Hildegard von Bingen fünf Ursachen identifiziert, die für eine übermäßige Ausschüttung schwarzer Galle sorgen und dadurch die Beschwerden auslösen können. Dazu zählen fieberhafte und Erkältungsinfekte, Stoffwechselstörungen, Diätfehler (zum Beispiel die vier Hildegard´schen Küchengifte, Rohkost und Birnensaft), außerdem Unfälle sowie eine der Gesundheit abträgliche, stressreiche Lebens- und Arbeitsweise.

Bei Migräne werden von Heilpraktikern bis heute das Hildegard-Schröpfen sowie der Hildegard-Aderlass angewendet. Dadurch soll die schlechte Mischung der Körpersäfte (Dyskrasie), die aus Regulationsstörungen von Stoffwechsel und Hormonen entstehen kann, ausgeglichen werden.

Auch in Hinblick auf Pflanzenheilkunde sind die Erkenntnisse der Hildegard von Bingen für Kopfschmerzpatienten nach wie vor interessant. So lässt sich Migräne durch Birnhonig, einer Ringelblumen-Teemischung oder Veilchensalbe zum äußerlichen Auftragen lindern. Bei Spannungskopfschmerzen empfahl Hildegard von Bingen einen beruhigenden Tee aus Odermennig, Baldrianwurzel, Melisse und Indischem Wassernabel.

Auf diese Weise lassen sich Kopfschmerzen ganz ohne Tabletten, Gewöhnungseffekte oder das Risiko von Medikamentenkopfschmerz behandeln. Besonders für Kinder ist eine naturheilkundliche Kopfschmerz-Therapie nach beispielsweise Hildegard von Bingen oftmals schonender als die Schulmedizin.

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