Migräne-Kopfschmerzen

Migräne ist eine der häufigsten Arten von Kopfschmerzen. Ursache dieser neurologischen Erkrankung ist eine zeitweilige Funktionsstörung des Gehirns, deren Ursache noch nicht eindeutig identifiziert werden konnte. Die Schmerzen sind sehr stark, pulsierend und pochend und treten in der Regel einseitig auf. Manche Patienten klagen aber auch über beidseitige oder wechselseitige Schmerzen.

Migräne-KopfschmerzMigränesymptome

Migräne ist eine häufig vorkommende Erkrankung, zu der vielfältige Beschwerden gehören. Neben den oftmals plötzlich auftretenden Schmerzen, klagen viele Betroffene auch über andere Symptome wie Geräusch- und Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung der Schmerzen bei Bewegung, Übelkeit und Erbrechen. Manche Patienten leiden sogar an neurologischen Ausfällen wie Sehstörungen oder Kribbeln in den Gliedmaßen. Eine solche Migräneattacke kann bis zu 72 Stunden anhaltenden. Manchmal treten die Symptome als sogenannte Aura sogar bereits vor den eigentlichen Schmerzen auf.

Häufigkeit

Rund 15 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer sind betroffen. Besonders häufig tritt Migräne in der Altersklasse zwischen Mitte dreißig und Mitte vierzig auf. Jedoch sind nicht alle Patienten von Migräneattacken derselben Ausprägung betroffen. So treten die Kopfschmerzen in rund 80 Prozent der Fälle ohne vorherige Aura auf.

Diagnose

Es ist nicht immer leicht, Migräne eindeutig von anderen Kopfschmerzformen abzugrenzen. Daher sollte der behandelnde Arzt sich Zeit für seinen Patienten nehmen und im Idealfall bereits Erfahrung mit der Diagnose von Migräne haben. Gegebenenfalls kann ein Neurologe daher der beste Ansprechpartner für Sie sein.

Im Gespräch (Anamnese) wird der Arzt den Patienten berichten lassen, welche Beschwerden genau auftreten und wie die Erkrankung bisher verlaufen ist. Dazu gehören unter anderem die Schmerzform (pochend, pulsieren, drückend o.ä.) sowie die Dauer der Schmerzen.  Der Arzt wird  Verletzungen des Kopfes und der Halswirbelsäule, sowie Verspannungen und Entzündungen ausschließen. Dafür können unter Umständen eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) notwendig sein, um auch schwerwiegende Erkrankungen wie einen Hirntumor auszuschließen.

Behandlung und Vorbeugung

Migräne ist heutzutage noch nicht heilbar. Jedoch lässt sich den Schmerzattacken mit einer medikamentösen Therapie gut vorbeugen. Bei weniger schweren Symptomen kann die Kombination von bestimmten Schmerzmitteln (Analgetika) und Mitteln gegen Übelkeit (Antiemetika) bereits eine deutliche Linderung für den Patienten bedeuten.

Um den Migräneattacken vorzubeugen, sollten Patienten den Ursachen auf den Grund gehen. Neben einem hohen Stresslevel können auch sensorische Reize wie Lärm, flackerndes Licht oder starke Sonneneinstrahlung eine Attacke hervorrufen. Vielen Patienten hilft es darüber hinaus deutlich, auf einen gesunden Lebensstil mit wenig Alkohol und Nikotin, regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung zu achten. Die individuellen Migräneauslöser muss jedoch jeder Patient für sich selbst identifizieren.

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